5. Alpenländische Jagdrechtstagung 2026

Am 26. und 27. März 2026 fand die 5. Alpenländische Jagdrechtstagung in den historischen Räumlichkeiten der Philosophisch-Theologischen Hochschule am Priesterseminar Brixen (PTH) statt.

Unter dem Titel «Jagdrecht im Spannungsfeld von EU-Vorgaben und nationalem Recht: Herausforderungen und Perspektiven für Wild und Lebensräume in den Alpenländern» widmete sich die Tagung einem hochaktuellen und für alle Alpenländer besonders relevanten Thema. Anerkannte Expert:innen aus Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland begeisterten die rund 50 Teilnehmer:innen und zeigten in ihren Vorträgen auf, wie sich das Unionsrecht sowie andere völkerrechtliche Abkommen auf das nationale Jagdrecht auswirken und welche Entwicklungen in naher Zukunft zu erwarten sind. Die Titel der Vorträge waren:

  • Walter Obwexer, EU-rechtliche Rahmenbedingungen und Vorgaben für das nationale Jagdrecht
  • Thomas Mathà, Aktuelle Rechtsprechung des italienischen Verfassungsgerichtshofs zum Jagdrecht
  • Michael Brenner, Eckpfeiler und Unwägbarkeiten der jagd- und waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit
  • Roland Norer, Schweizer Bundesjagdrecht zwischen internationalen Vorgaben und Föderalismus
  • Klaus Hehenberger, Europa – bleifrei: Historie und Ausblick

 

Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Marion Kranabitl-Sarkleti, Benedikt Terzer, Tobias Fritz und Robert Hess über jüngste Novellierungen des Jagdrechts, deren Hintergründe sowie mögliche zukünftige Entwicklungen und Anpassungsbedarfe.

Das kulinarische Rahmenprogramm fand im Kircherhof in Albeins bei Brixen und in der PTH statt.

 

Hintergrund zur Alpenländischen Jagdrechtstagung:

Die Alpenländische Jagdrechtstagung wurde im Jahr 2017 mit dem Ziel ins Leben gerufen, jagdrechtliche Themen im Alpenraum auf wissenschaftlichem Niveau zu diskutieren.

Seit Gründung sind die Universität für Bodenkultur Wien (Univ.-Prof. Dr. Klaus Hackländer), die Universität Luzern (Prof. DDr. Roland Norer) und die Universität Graz (Univ.‑Prof. DDr. Bernd Wieser, Univ.-Prof. Dr. Stefan Storr) wissenschaftliche Kooperationspartner der Alpenländischen Jagdrechtstagung. Weitere Partner sind der Südtiroler Jagdverband und die LawSkills Academy. Das Rechtsanwaltsbüro Eisenberger stellt mit DDr. Kathrin Bayer und Dr. Nadja Zrinski die Tagungsleitung.

Örtlich fokussiert sich die Tagung auf jagdrechtliche Regelungen in Österreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein und der Schweiz. Tätigkeitsschwerpunkte und Ziele der Jagdrechtstagung sind:

  • der Austausch zum Jagdrecht zwischen Behörden, Jurist:innen, Jäger:innen und sonst wissenschaftlich Interessierten,
  • das Finden von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Alpenländern und
  • der daraus resultierende Erkenntnisgewinn für Problemlösungsmöglichkeiten.

Die bisherigen Tagungen haben in Schoppernau (Vorarlberg), München, Wien und Graz stattgefunden.

Weitere Artikel: